Royal Ballet Live am 26. Januar im Kino

Ballets: Rhapsody / The Two Pigeons

 

Rhapsody
A celebratory showpiece set to sweeping music by Rachmaninoff – Frederick Ashton’s ballet is a tribute to virtuoso dance.

Dancers: Natalia Osipova and Steve McRae

The Two Pigeons
Ashton’s two-act ballet on the nature of love is a masterpiece of gentle humour and pathos.

Dancers: Lauren Cuthbertson, Vadim Muntagirov, Laura Morera

More information: Website Royal Ballet London and local cinema

 

 

STUTTGARTER BALLETT tanzt STRAWINSKY

Sendungsinformationen

Donnerstag 07.01.2016, 20:15 – 21:45 Uhr     

"Das STUTTGARTER BALLETT tanzt STRAWINSKY": Tänzerin in indischer Pose. Arme elegant vor dem Körper verschränkt. Rotes langes Kleid, roter Hintergrund

Ein Ballettabend gewidmet dem revolutionären Grandseigneur des Tanzes Igor Strawinsky. Im Fokus stehen drei Märchen choreografiert von Marco Goecke, Demis Volpi und Sidi Larbi Cherkaoui.

Mit einer Neuversion und zwei Uraufführungen vom Avantgardeballett über narratives Handlungsballett bis zur üppig ausgestatteten Tanzpoesie wird das STUTTGARTER BALLETT auch der Stiluniversalität von Strawinskys Musik gerecht. Eine beeindruckende Hommage.

Er war ein Chamäleon der Musik. In seiner Wandelbarkeit hat man ihn sogar mit Picasso verglichen. Igor Strawinsky steht als Synonym für die moderne Musik. Zunächst skandalös, aufreizend und unerhört ist seine Musik bis heute Quelle der Inspiration und Lieblingskind vieler Choreografen.

Das STUTTGARTER BALLETT widmet dem russischen Ballettanarchisten einen kompletten Abend. Auf der Bühne tanzen, explodieren, erzählen und packen Marco Goeckes “Le Chant du Rossignol” (“Der Gesang der Nachtigall”), Demis Volpis “Geschichte vom Soldaten” und Sidi Larbi Cherkaouis “Feuervogel”.

Marco Goecke löst sich in seiner Choreografie zu “Le Chant du Rossignol” am weitesten von der ursprünglichen Geschichte. Die Erzählung von dem kranken chinesischen Kaiser, der durch den Gesang der Nachtigall den Kampf mit dem Tod überlebt, ist rein auf das Vogelsymbol konzentriert. Die Assoziation Flügel schlagender, flatternder Wesen erweckt Goecke mit Bewegungen des kompletten Körpers. Seine Choreografie ist geheimnisvoll, mystisch: “Nimmt man einen aufgeregten Vogel in die Hand, spürt man das Zittrige, das Knochige, aber auch das Federleichte. Es ist eine beeindruckende Zerbrechlichkeit, gepaart mit einer Kraft, die gar unseren Traum des Fliegens noch erlaubt… Vielleicht befindet sich dieses Stück in der Luft! Denn es ist nur ein Hauch!” (Marco Goecke)

Die erste Uraufführung des Ballettabends stammt von Hauschoreograf Demis Volpi. Als Spiel im Spiel inszeniert der junge Argentinier seine Geschichte um den Soldaten, der seine Geige – und damit seine Seele – dem Teufel verkauft. Eine konkrete Bildlichkeit, die man von Naiver Kunst kennt, ist Volpis Sprache. Mit Requisiten wie Truhenschränke und Attrappen erzeugt er die Atmosphäre einer Wanderbühne. Mit dem Teufel, grandios getanzt von Alicia Amatriain, triumphiert das Dämonische. Alicia ist Siegerin des Kampfes zwischen Gut und Böse und das raffinierte Herz der Choreografie.

Der flämisch-marokkanische Ausnahmekünstler Sidi Larbi Cherkaoui wird derzeit in den Medien als einer der besten Choreografen Europas gefeiert. Mit dem “Feuervogel” kreierte er zum ersten Mal ein Stück für eine deutsche Tanzkompanie. Cherkaoui übersetzt das russische Volksmärchen in einzelne poetische Bilder. Es sind Metamorphosen, in denen der Feuervogel für Leben, Tod und Wiedergeburt steht. Lava als Metapher für die schönen und zerstörerischen Energien des Lebens, federleichte, flügelähnliche Stoffbahnen, weiße Federn in abstrakten Landschaften, ein verspiegelter Vulkan. Das ist Cherkaouis Feuervogel – elegant, außergewöhnlich, ein Fest der Sinne.

07.01.2016

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️Ballett „Woyzek“ am Opernhaus Zürich

Wiederaufnahme von Woyzeck  am 13. März 2016 – die Premiere war am  12. Oktober 2013

Choreografie Christian Spuck
Musikalische Leitung Michael Zlabinger
Bühne und Kostüme Emma Ryott
Lichtgestaltung Reinhard Traub
Dramaturgie Michael Küster, Bibbi Moslet
Ballett Zürich
Junior Ballett
Philharmonia Zürich

Woyzek war mein meist gehasstes Buch während meiner Schulzeit. Aber als Ballett wollte ich dem Stoff von Georg Büchner doch noch eine Chance geben, zumal Christian Spuck die Choreografie übernommen hat. Und es hat mir wahnsinnig gut gefallen.

Die Figur des Woyzeck hat Spuck hervorragend choreografisch sowie musikalisch angelegt und Jan Casier hat diese Rolle perfekt getanzt – total gedemütigt, ausgelacht, verzweifelt, verrissen – am Rand des Wahnsinns und am Rand der Gesellschaft! Seine Frau, Katja Wünsche, zeigt im Pas De Deux mit Woyzeck sehr subtil die Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit. Ganz anders – sinnlich, kraftvoll und voller Lebensfreude – lässt sie sich vom Tambourmajour WIlliam Moore verführen. Ein Genuss zum Zuschauen.

Hierzu kann ich die Rezension von Peter E. Rytz auf wordpress nur empfehlen: Das Ballett „Woyzek“ am Opernhaus Zürich – ein Plädoyer für die Kunst der Bewegung

 

Polina Semionova tanzt in Zürich

Die weltberühmte Primaballerina Assoluta, Polina Semionova, tanzt am Opernhaus Zürich am 22. Januar 2016 Giselle – das klassischste Ballett aller Ballette. Wie Ihr alle wisst, ist Polina meine absolute Lieblingstänzerin.

Ich habe es letztes Jahr mit Polina schon zweimal gesehen und war TOTAL verzaubert. Technisch 100% perfekt und darstellerisch einzigartig!

Polina ist wirklich WELTSPITZE. Ein Genuss, den Ihr Euch nicht entgehen lassen dürft.

Polina ist beim American Ballet Theater in New York City verpflichtet, tanzt aber als Gaststar auf allen berühmten Bühnen dieser Welt wie Tokio, St. Petersburg, Mailand, Rom, Berlin, Stuttgart, Wien…….

Hier zum Video (es tanzt Yen Han, nicht Polina)

⭐️⭐️⭐️⭐️Der Nussknacker – Royal Ballett London Posted on 1 Day Ago by ballettlovers

Live-Cinema Vorführung am 16. Dezember 2015 in 24 Ländern und über 900 Kinos

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Choreographie: Peter Wright nach Lev Iwanow
Musik: Tschaikowsky
Drosselmeyer: Gary Alvis
Clara: Francesca Hayward
Nussknacker: Alexander Campbell
Zuckerfee: Lauren Cuthbertson
Prinz: Matthew Golding

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Der Nussknacker – Royal Ballett London ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein zauberhaftes Ballett zu Weihnachten mit fantastischen Tanzeinlagen

Live-Cinema Vorführung am 16. Dezember 2015 in 24 Ländern und über 900 Kinos

  • Choreographie: Peter Wright nach Lev Iwanow
  • Musik: Tchaikovsky
  • Drosselmeyer: Gary Alvis
  • Clara: Francesca Hayward
  • Nussknacker: Alexander Campbell
  • Zuckerfee: Lauren Cuthbertson
  • Prinz: Matthew Golding

Clara bekommt vom Zauberer Drosselmeyer einen hölzernen Nussknacker zu Weihnachten geschenkt, der mit einem Fluch belegt ist. In Wirklichkeit  ist der Nussknacker Hans-Peter, der Neffe von Drosselmeyer. Um Hans-Peter zu befreien, muss der Mäusekönig getötet werden und das Herz eines Mädchens erobert werden. Als Belohnung geht es in das Winterwunderland zur Zuckerfee und ihrem Prinzen. Hier wird ein rauschendes Fest mit den berühmten Tänzen gefeiert: Mal wieder so eine total bescheuerte Ballettgeschichte!!!!!Aber trotzdem traumhaft anzusehen. Für Ballettfans – ein Must.

Aber der Stoff reicht für herrlichen Tanzszenen, auf die wir uns alle freuen. Das Weihnachtsfest im Hause der Familie, im Mittelpunkt ein riesiger, geschmückter Weihnachtsbaum, der Kampf mit dem Mäusekönig und dann noch mehr fantastische Tanzeinlagen wie der Schneeflocken-walzer, der arabische, chinesische und spanische Tanz.

Besonders aufgefallen ist mir die 23-jährige Francesca Hayward, die mit viel Jugendlichkeit, aber auch extremer tänzerischer Perfektion und Ausdauer die Clara verkörpert. Die Solisten fand ich alle grossartig. Wenn auch bei einer Tänzerin zum Schluss die Kräfte nachliesen, zeigte sich die Darbietung ballettmässig auf dem höchster Qualität, weshalb ich 4 Sterne gegeben habe.

Zusammengefasst: Das berühmteste romantische Weihnachtsballett mit zauberhafter klassischer Choreografie, in Perfektion getanzt!

Kritik: Die Choreografie, das Bühnenbild, die Kostüme – alles ist 30 Jahre alt und wirkte zwar wunderschön, aber doch sehr verstaubt und altbacken. Ich habe mich echt gefragt, warum das Royal Ballett diese alte Fassung gewählt hat. Aus Tradition?

Auf Twitter #ROHnutcracker wurde diese Vorführung über alles gelobt. Wahrscheinlich bin ich zu kritisch – oder habe schon zu oft Nutcracker in modernen Fassungen gesehen. Was meint Ihr?

Kurz-Video: siehe auf der Website vom Royal Ballet London Nutcracker

Foto oben: Kopie von der Website des Royal Ballett London